Geschichten aus der AndersWelt vom  Feuer

Komm und setze Dich an das Feuer. Ich habe die letzten Tage genügend Holz gesammelt, mit den Ahninnen, den Pflanzen, Tieren und Bäumen gesprochen. Mit den Welten. Also komm, komm und setze Dich zu mir ans Feuer. Einiges hast Du bestimmt die letzten Tage schon von mir gesehen. Ein kurzer Einblick, ein kurzes Hallo an Dich.

Nun heute, während ich diese Zeilen schreibe, wir haben 00:15 Uhr rufe ich Dich, die Ahnen, die Spirits und lade die Natur, die große Göttin zu uns ein, sich mit ans Feuer zu uns zu setzen.

Heute Nacht ist mir danach, Dir ein wenig etwas über die Welten zu erzählen, hast Du es bequem?

Magst Du ein Schluck vom Kräutertee, dort im Kessel ist der Tee, bediene Dich ruhig. Ah, wohltuende Kräuter, nicht wahr? Genieße sie.

Ja, die Welten, wo fange ich am besten an? Die Welten sind für mich und viele andere keine Erfindung, keine Fantasie, keine seltsame chemische Zusammensetzung des Gehirns.

Nein, die Welten oder auch AndersWelt genannt ist real, so real, wie ich gerade hier an diesem PC sitze
und diese Zeilen munter vor mich hin tippe. Für mich sind sie magisch, huch auch so ein Wort, wo viele die Augen verdrehen. Du auch?

Nein, das habe ich mir gedacht. In der AndersWelt ist es voller Magie, voller Bewegung und bietet einfach einen Ort zum Krafttanken, ankommen, ausruhen. Doch auch noch mehr. Danke, dass Du fragst, in der AndersWelt ist für mich der Kontakt zu den Spirits oder wie ich sie auch gerne nenne Ahnen ganz einfach. Hier kann ich Fragen stellen, mich verbinden, Antworten finden, so manchen verlorenen Seelenanteil oder eben auch ein Krafttier holen. Ja, ich weiß, dass kennst Du schon, aber lasse mich noch ein wenig darüber erzählen. Magst Du? Das ist gut, dann lass mich erzählen. Die AndersWelt und das ist eine Behauptung, die ich aufstelle, denn so habe ich es erlebt, ist ein Teil des Morphogenetischen Felds. Also dem Feld, in dem alle Geschichten, alle Zeiten miteinander verwoben ist. Ein Teil von uns spricht auch vom gewebten Wyrd. Ich finde es ist ganz gleich, welche Bezeichnung es hat. Es ist ein Ort der Erinnerung, ein Ort, an dem die wundersamsten Dinge geschehen.

Zum einen kann ich in der anderen Welt, Einsicht nehmen, verlorene Dinge zurückholen, ach ja, davon erzählte ich ja bereits. Nun, die andere Welt ist gespickt mit Informationen und bieten je nach Anlass einen Einblick in die großen Zusammenhänge.

Kicher, nein, hör auf, nein doch, ich kann darin nicht in die Zukunft sehen, aber in Deine aktuelle Situation und kann von dort Impulse für Dich mitbringen, die es möglicherweise Dir ermöglicht, mit Deiner Situation anders umzugehen. Auch ich nutze dies Zeit dort, um Antworten zu erhalten und ja, Du hast recht, d. h. nicht immer, dass das was auf der anderen Seite sichtbar wird oder als Impuls mitgegeben wird, immer und für jeden passt. Das, weißt Du, liegt ja auch immer an dem Menschen selbst. Diejenigen von uns, die öfters die andere Welt besuchen, können Dir ganz unterschiedliche Geschichten erzählen. Was war Deine Frage? Ach ja. Genau, es gibt auch GeschichtenerzählerInnen die das Ganze auch ausschmücken, aber das finde ich ist auch okay. Wenn Du mich fragst, wie ich das mache. Ich bereite mich darauf vor, ich richtet alles her, was ich benötige, das sind verschiedene Kräuter zum Räuchern, ich sorge dafür, dass mich nichts stört, so schalte ich mein Telefon aus, stelle die Klingel ab, entzünde Kerzen. Stimme mich ein und nutze meine Weggefährtin, meine Trommel. Durch den Gesang der Trommel ist es für mich ein leichtes in die andere Welt überzutreten. Ich sorge immer gut für mich. Denn dort kann mir alles begegnen, aber davon erzähle ich Dir gerne ein anderes Mal. So übermittele ich die dort erhaltenen Impulse so wie es für mein gegenüber passend ist.

Die AndersWelt ist ein, gerade in der heutigen Zeit, wichtiger Ankerpunkt, um wieder mehr in das Menschsein, in die Kraft des Erschaffens tief eintauchen zu können. Ja, ja, nimm Dir gerne noch Tee, es ist ja ausreichend da. Wo war ich nochmal. Ach, ja es fällt mir wieder ein. Die andere Welt sieht fast so aus, wie unsere Ebene und doch zugleich anders. Weißt Du dort gibt es keine Autos, keine Fabriken, nichts aus dieser menschlichen Ebene an industriellen Dingen. Aber jede Menge an Natur und ja auch Wesenheiten. Kicher, nein ich bin nicht verrückt. Die Wesenheiten, die es dort gibt, sind wie Du und ich und doch zugleich anders und ganz bestimmt sieht keines so aus wie ein außerirdisches Wesen. Du hast echt Humor, das mag ich.

Warte lass mich gerade noch etwas Holz nachlegen, so ist es gut. Seit Jahrtausenden nutzen wir die meist genannten – schamanischen Praktiken – um für andere etwas zu tun. Einige von uns, so wie auch ich, nennen es im Dienst stehen. Ja, ich denke, dass ist der richtige Begriff dafür, zumindest für mich. Schon in früheren Zeiten, gab es in Gemeinschaften, im eigenen Stamm Personen, die sich auf die Kunst verstanden und dies für andere Menschen taten. Es ist noch immer ein Irrglaube, dass es dies nur in Amerika, Peru oder Sibirien gab und gibt. Hier in unserem Breitengrad, gab es das auch. In den Alpen, in der Schweiz usw. eben auch in diesem Land. Vieles wurde eben nur mündlich weitergegeben. Zu gewissen Zeiten, wurde dieses Wissen verboten. Noch heute geschieht es, dass wenn man darüber spricht, manch einer einen schief anschaut. Aber was solls. Doch in der anderen Welte ist dieses Wissen wieder zugänglich. Oh, schau nur, das Feuer ist schon fast heruntergebrannt. Lass uns für heute das Geschichten erzählen beenden, ich bin auch ein wenig müde. Ja, kuschle Dich gerne in die Decke ein und schaue der Glut noch ein wenig zu. Du bist hier geschützt. Schlaf gut.

Feurige Grüße & gute Nacht

Von Frau zu Frau sei wild, frei, weiblich und erinnere Dich.

Alexandra – RitualFrau

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