Oder die Myome und ich. Vor wenigen Jahren erwischte es mich. Ich hatte Schmerzen, Blutungen, ging aber so „brav“ wie ich konditioniert war, arbeiten und das trotz der starken Blutungen. Wie of ich die Binden wechseln musste, ich weiß es nicht mehr. Nur, dass sie gar nicht fähig waren alles aufzufangen. Irgendwann wurde es so schlimm, dass auf einer Skala von 0 – 10 ich Schmerzen von über 20 hatte. Und glaube mir, das ist nicht einfach so daher geschrieben. Ich wusste nicht was es war, ich hatte nur unerträgliche Schmerzen und sehr starke Blutungen. Also schleppte ich mich auf einem normalen Weg von 8 Minuten zu meinem Hausarzt, gefühlt 20 Minuten brauchte ich, völlig vernebelt im Kopf durch die Schmerzen. Die Ärztin gab mir Tropfen gegen die Schmerzen und schickte mich zu meiner damaligen Gynäkologin. Ich lieft also weiter zu U-Bahn, an ein Taxis dachte ich gar nicht und fuhr mit den Schmerzen, mit dem nicht hinsetzen können zur Arztpraxis meiner Gynäkologin. Dort angekommen, natürlich ohne Termin, wurde erst einmal versucht mich abzuwimmeln. Ich ließ mich aber nicht abwimmeln und „durfte“ zur Ärztin. Bei der ich Wochen zuvor wegen Beschwerden war, doch kein Ultraschall gemacht wurde, es wurde einfach auf die Wechseljahre geschoben. Aha. Nun bei der dann durchgeführten Ultraschalluntersuchung wurde dann ein Myom von einer Größe einer Faust und weitere gesichtet. Ich wurde an einen Spezialisten überwiesen und „erhielt“ meine erste Operation. Dich ich soweit ganz gut überstand.

Ich erholte mich, langsam, es dauerte ein wenig.

Ein Jahr darauf begann das Spiel von vorne, wieder eine OP. Eine von der ich mich diesmal nicht so schnell wieder erholte.

So konnte, durfte und ja musste ich mich mit diesem Thema näher beschäftigen. Von Natur aus wissbegierig, durch meine Aus- und Weiterbildungen geprägt, wollte ich mich damit auseinandersetzen. Warum bekam ich es? Was war der Sinn dahinter? Was wollte ich vielleicht nicht sehen?

Ich kann, darf und muss etwas ändern. Gerade im Bezug auf meinen eigenen Körper, aber auch auf das Thema „unerfüllter Kinderwunsch“ und so begab ich mich auf die Suche.

Nach Dr. Christiane Northrup, ist unsere Gebärmutter das Zentrum der mit dem Selbst verbundenen Kreativität. Bei Störungen des Energieflusses fand sie als Ursache Übermäßige Bindung an die Gefühle anderer und fehlende Ausschöpfung des kreativen Potentials. Gut, also Kreativität. Wo lebte ich diese nicht aus? Ich erinnerte mich an den Ordner meiner Weiterbildung in Körperorientierter Psychotherapie, auf welchem das Wort „Kreativität“ stand. Aha, erste Parallele gefunden. War schon damals in der Weiterbildung ein Thema, meiner Kreativität Ausdruck zu verleihen. Doch fühlte ich, da ist noch mehr. Also recherchierte ich und fand das Buch – Frauen-Heil-Kunde von Margit und Rüdiger Dahlke, Volker Zahn. Im Kapitel Myome, fand ich folgenden Satz, dass Myome oft auf einen unerfüllten Kinderwunsch weisen können. Da war es, das alte Thema.

Myome bestehen aus Muskelgewebe und haben eine symbolische Aussagekraft zur eigenen weiblichen Kraft. Ich wiederholte gedanklich – Neben dem Thema Kreativität und dessen Umsetzung, stehen Myome auch mit einem unerfüllten Kinderwunsch, mit meinem unerfüllten Kinderwunsch zusammen – Bang und Autsch. Also doch noch in meinem weiblichen Feld.

Kurzübersicht; meine Aufzählung ist sicherlich nicht vollständig

  • In den meisten Fällen sogar symptomlos, außer es entsteht Wachstum
  • Blutungen sind verstärkt und dauern länger
  • Anämie durch massive Blutungen
  • Druckbeschwerden im Rücken und Unterbauch
  • Probleme beim sitzen
  • Probleme in der Schwangerschaft
  • Bei Kinderwunsch ist die Einnistung eventuell behindert; Abortgefahr
  • Frauen vor dem 20. Lebensjahr sind seltener betroffen
  • Häufiger bei Frauen in der fruchtbaren Zeit
  • Nach den Wechseljahren sinkt die Bildung von Myomen; vorhandene schrumpfen
  • Symbol für unerfüllten Kinderwunsch
  • Aber auch für zurückgehaltenen Zorn

Nun, da waren die Themen, in einigen fand ich mich wieder, in anderen „noch“ nicht oder gar nicht.

Da ich bereits auf dem Weg in den GezeitenWechsel war, aber noch nicht das vermeintliche Glück hatte, nach den Wechseljahren zu sein, zeigten mir die Erfahrungen mit dem Myomen auf: Ich kann, darf und muss etwas ändern. Gerade im Bezug auf meinen eigenen Körper, aber auch auf das Thema „unerfüllter Kinderwunsch“ und so begab ich mich auf die Suche. Ich suchte nach einem neuen Weg, auf das was Mutter Natur an Plänen für mich hatte. Ich entdeckte, so wusste ich es ja bereits, dass ich in diesem Leben nicht „Mutter“ im herkömmlichen Sinne werden konnte. Also was sollte ich tun?

Ich erinnerte mich an all die Begegnungen, die ich hatte, an die Rituale, die ich schon seit Jahrzehnten machte, die Gespräch die ich mit Frauen führte. Ich machte mich auf den Weg, auf den Weg zu mir selbst. Mir halfen auf meinem Weg auch Frauenmantel, Mönchspfeffer und Himbeerblätter. Ich nutze diese Heilpflanzen noch heute, nach Rücksprache mit meiner Heilpraktikerin und ich nutze Sie auch als Räucherwerk bei Ritualen für Frauen.

Mein Weg bestand aus Wut, Durchatmen, Hinfallen, Aufstehen, Entdecken, Integrieren, Loslassen, Abschied nehmen und Erkennen. Ich machte ein tiefes Ritual für mich und mein ungeborenes Kind.

Das Ergebnis?

Du bist auf meiner Homepage gelandet, hast sie entdeckt oder vielleicht sogar empfohlen bekommen.

Ich gebar die FrauenKraftWege und teile meine Erfahrungen mit Dir, mit Frauen durch diese Artikel. Durch die Wegbegleitung, durch Rituale und Zeremonien und gebe mein Wissen in Seminaren weiter.

Danke, dass Du, ja genau Du gerade diesen Artikel liest.

Mein Herz hüpft voller Freude.

Denn ich fand meine Wurzeln, fand meine ureigene weibliche Kraft, meine Kreativität und gebar ein Kind auf geistig-seelischer Ebene – FrauenKraftWege.

Du kannst das auch.

Von Frau zu Frau sei wild, frei, weiblich und erinnere Dich.

Alexandra – RitualFrau

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