Oh Göttin, das Osterfest.

Oder wie war das noch gleich mit dem Osterhasen?

Ostara wird ganz oft mit Ostern gleichgesetzt und wahrscheinlich kommt es wie immer darauf an, welche Überlieferungen, welche Internetbeiträge, welche Geschichtsspuren wir in Büchern aufstöbern. Doch allein rein vom Gefühl her ist es für mich komisch, wenn wir einen Hasen, ein Ei und eine Göttin schlicht zusammenführen und daraus dann „Ostara = Ostern“ kreieren. Auch wenn alle drei genannten Dinge auf die eine oder andere Art zusammengehören, aber…

Ostara ist ursprünglich ein germanisches/keltisches Frühlingsfest, also auch von uns #weitüberdenTellerrandgehängt. Okay, Mann, Frau kann wirklich durcheinandergeraten, wenn man sich die Texte, die Bücher und die „W“Einträge (sollte Frau eh immer mal wieder genauer überprüfen) denn nun stimmen würden.

Die Frühlingsgöttin

Ostara soll gemäß den Überlieferungen eine Frühlingsgöttin gewesen sein und wie es zur damaligen Zeit üblich war, wurden auch Bräuche von Kirchenmännern, Historikerin etc. in Büchern festgehalten und so oft christianisiert, dass vieles an alten Bräuchen zwar noch im Volksmund ist, aber eben verdreht. Das trifft auch auf viele, viele Märchen zu. Aber dazu ein anderes Mal mehr. Was auf der einen Seite gut war, aber? Auf der anderen Seite zu mehreren Irritationen führte und führt. Über Ostara erfährst Du in diesem Artikel mehr.

„Ostara, die gute Göttin, Die aus hellen Augen lacht, daß von ihrem jungen Lichte,
alles Schlafende erwacht. Ostara, die frühlingsfrische, Jungfrau Göttin, deren Mund,
duftet wie die ersten Veilchen, mildgewürzig, herbgesund.“

Otto Julius Bierbaum

Nun lass uns Ostern näher betrachten

Osterfest

Ostern, der Hase, das Ei, der Vollmond und das Feuer

Hier spielt ein Hase mit Eiern eine wichtige Rolle. Brave Kinder und Erwachsene bekommen viel Schokolade in Form von Osterhasen und auch Eiern aus Schokolade oder eben Gekochte, meist gekaufte. Ups, unterstützen wir damit etwa die Lebensmittelindustrie.

Ich erinnere mich noch an meine Kindheit, als meine Mutter mit mir selbst gekochte Eier mit Nylonstrümpfen und Kräutern oder Blumen schmückte. Das machte Spaß und Freude. Eben ein Brauch aus Kindertagen.

Wie kann ein Vollmond von der Kirche als Datum für Ostern festgelegt werden?

Die Zyklen des Vollmonds sind so tief mit uns Frauen verbunden, doch durch die Industrialisierung ist bei vielen von uns Frauen der Rhythmus völlig aus der Bahn geflogen. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn durch die Einnahme der Pille, Stress, übertriebener Körperkult, klar auch durch den GezeitenWechsel und dem natürlichen Rhythmus bzw. der Zyklen, verändert sich der Zusammenhang zwischen den Mondphasen und der Menstruation. Doch unglaublich, aber wahr, die Menstruation gilt als Zeichen der Fruchtbarkeit und Weiblichkeit.

Also ich fasse kurz zusammen

Hase + Ei + Vollmond + Osterfeuer = Ostern

Zu dem Ganzen wurde auch noch das alte Wissen über die Mondzyklen gemixt und fertig war das Osterfest. Aha! Mehr über darüber was der Vollmond und welcher genau für die Berechnung von Ostern führt, findest Du im Artikel im Blog „Oh Göttin“ von Andrea Dechent.

Das Osterfeuer, angedacht und auch heute so zelebriert in der Nacht vom Ostersamstag zum Ostersonntag, soll das Ende der Fastenzeit einläuten. Die Kirche erblickt das Licht der Welt und das Leiden und die Entsagung der vergangenen Zeit haben ein Ende.

Ein Schelm, der jetzt denken könnte „oh die Zusammenhänge“ könnten vermutliche auf ein Verdrängen alter Bräuche zurück zuführen sein, die so rein gar nichts mit dem christlichen Ostern zu tun haben.

Jupp, genau, so ist es oder könnte es sein! Ei, ei, ei.

Von Frau zu Frau sei wild, frei, weiblich und erinnere Dich.

Alexandra – RitualFrau

Titelfoto: Collage Canva.com/Lizenz – Alla Simacheva – Canetti, sketchify, 3333873