Eine uralte Prägung

Ein falsch verstandenes Wissen in der damaligen Zeit

Wenn Du dir die Geschichten der uralten Zeiten anschaust, Dich damit beschäftigst, ja gar auseinander setzt, erkennst Du das große Geheimnis der vergangenen und dieser Zeiten. Ein falsch verstandenes Wissen, eine uralte Prägung, die noch heute in uns wirkt.

Ein hysterischer Ort, bitte was?

Hippokrates, Aretaios und Galan verstanden unsere Gebärmutter als hysterischen Ort, als Ursprung des psychischen, hysterischen Zustands von uns Frauen.

So nannte Hippokrates unsere Gebärmutter Hysteria.

Plato, der Gute, naja, verstand unsere Gebärmutter als ein Organ, was quer Beet in unserem Körper herumwanderte.

Im Wissensfeld der Weiblichkeit tief beheimatet

So wurden wir mit dieser „Erbschuld“ gezeichnet, geprägt.

In den alten Schriften ist die Sprache von Fieber, Kreuzschmerzen, Herzklopfen und etlichen anderen Symptomen“ und alles hatte damals nur einen Ursprung unsere Gebärmutter.

Später tat die Kirche ihr übriges und tausende heilkundige Frauen wurden als Hexe getötet, denn die Gynäkologie war uns Frauen verboten.

Dies geht bis auf das Mittelalter zurück.

Oh, und Sigmund Freud möchte ich natürlich nicht vergessen zu erwähnen (das wars aber auch schon), der dem Ganzen in meinem Betrachten die „Krone“ aufsetzte.

Leider hat diese Krone eine Schieflage und wird von den vielen Häuptern fallen, die sich noch heute mit dieser damaligen Erkenntnis und vermeintlich wissenschaftlichen Betrachtung krönen.

„Es gibt nichts heiligeres, als unseren Körper. Unsere Körperin ist ein Wunderwerk. Es liegt an Dir, an uns, auch an mir, dies zu erkennen, zu fühlen, wahrhaftig zu genießen. Sich selbst anzunehmen, zu ehren und zu lieben.“

 

Seit dem 19. Jahrhundert

wurden und werden noch heute, Operationen zur Entfernung der Gebärmutter „Totaloperation“ vorgenommen.

Von den 60er – und 70er Jahren ganz zu schweigen, hier gab es einen regelrechten Boom und die Zahl der Totaloperationen explodierte.

Ein gutes Geschäft oder?

Inzwischen ist die Operationsrate wohl rückgängig, doch möchte ich Dir an dieser Stelle gerne einen kurzen Einblick geben, was heute noch in den Köpfen von GynäkologInnen herum irrt. Ich komme nun in das Alter, wo die Gebärmutter ein paar Sperenzien macht, aber ich kann gut damit leben.

Doch bei meiner letzten Untersuchung und hier sei angemerkt, von einer Frauenärztin, erhielt ich den Satz „Ach, das Ding kann man auch raus nehmen und dann hat man seine Ruhe“. Ernsthaft?! Und dies von einer Frau. Ich gebe zu ich war geschockt und bin es heute noch immer ein wenig. Doch wenn die sogenannten „Fachleute“ schon solch eine Einstellung haben, wie soll dann Frau ganz bei sich bleiben können. Natürlich gibt es medizinische Notwendigkeiten, die eine Operation benötigt, aber doch bitte nicht in solch einer Art und Weise.

So ist dies ein Aufruf an Dich, an mich an uns. Es ist an der Zeit diese alten Glaubensmuster zu durchbrechen, das Feuer der Transformation zu entzünden, in die Selbstermächtigung zurückzukehren und freier entscheiden zu können. Ja, Wissen bedeutet Macht. Doch unser Erinnern, hat nichts mit Unterdrückung zu tun, sondern vielmehr mit Eigenmächtigkeit. Nutze Sie.

Doch wisse:

Es nützt nichts sich nur mal so damit zu beschäftigen, sich in Kreisen zu verbinden und danach ins Kino zu gehen oder anderen alltäglichen Dingen nachzujagen.

Ein erster Schritt

ist das Wissen zu teilen, die Mysterien zu erkennen, zu integrieren, um daraus eine allumfassende Transformation im weiblichen Feld zu bewirken.

Unsere Gebärmutter ist heilig und es ist an der Zeit eines unserer Zentren in uns wieder zu ehren. Wisse, dass Wort „Gebärmutter“ stammt, ursprünglich vom Wort „Bärmutter“ kommt.

Einst wurde unser Mutterschoß als Heilig angesehen. Verehrt, geliebt und belebt. Felder wurden mit Opfergaben getränkt (ich spreche hier nicht von Blut eines Tieres), sondern mit Milch, mit Wasser. In den alten Mythen finden wir hierüber noch vieles, vieles von dem, was in unserem Zeitalter wieder zu uns zurückkehrt.

Viele alte noch immer lebendige Kulturen ehren den weiblichen Körper und insbesondere unsere Gebärmutter, denn sie wissen um die Kraft, die positive Macht, um die Verbindung mit dem Kosmos.

Warum ich dieses schreibe?

Ich begegne vielen Frauen, die sich ihrer Kraft nicht bewusst sind, nicht ihrer Schönheit, nicht ihres Potenzials und ja, auch ich gehört einmal dazu.

Wie oft treffe ich auf Frauen, die sich selbst ablehnen, die sich nicht spüren, selbst annehmen, geschweige denn selbst lieben und ja, auch ich gehörte dazu. Und gehöre immer noch dazu, die Prägungen sind so alt, dass es ein langer Weg ist, sich davon zu befreien.

Doch ist meine Erfahrung, in der Begleitung und meines eigenen Weges, wenn die Erinnerung aufleuchtet, die Erkenntnis tief in jede Zelle getropft ist, geschieht etwas Unglaubliches. Es beginnt das Leuchten. Das Aufleuchten dieser kosmischen Urkraft. Dem Wissen, dem zerspringen alter Prägungen.

Meine Geburt war in den 70ern keine Besonderheit und doch weiß ich heute, dass sie eine große Auswirkung auf mein Sein hatte.

Ich bin dankbar dafür,

dass ich selbst diese Erfahrung machen, die Geheimnisse dahinter erfahren, aufarbeiten und integrieren durfte. So ist es für mich heute leichter, Frauen in ihrer Ganzwerdung zu begleiten. Denn wir sind, ganz gleich, ob wir in diesem Leben gebären oder nicht – der Ursprung des Lebens.

Erinnere Dich jetzt

Erinnere Dich daran.
Erinnere Dich daran,
dass die Weiblichkeit nicht ohne die Männlichkeit und umgekehrt existieren kann und wird.

Erinnere Dich daran,
welch ein Geschenk Du für diese Welt bist.

Erinnere Dich daran, dass es nicht entscheidend ist, ob Du gebärst oder nicht.

Denn entscheidend ist, bist Du die die zu sein entschieden hast.

Hier auf dieser Erde.
In dieser Welt.

Von Frau zu Frau sei wild, frei, weiblich und erinnere Dich.

Alexandra – RitualFrau

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