Den Medizinpfad zu betreten, ist ein Anfang, ein Neubeginn. Ein neu sortieren, erkennen, abstreifen. Er schüttelt Dich durch, fordert Dich heraus, schenkt Dir Erinnerung, Erkenntnis und gibt Dir die Möglichkeit Dich von Altem zu lösen und Dich für Neues zu öffnen. Es ist wie das Aussäen von Saatkernen, ein erinnern an die Natur der Weiblichkeit. Wir sind diesen Pfad schon zu früheren Zeiten gegangen. Er ist gleichzeitig uralt und neu gebärend. Er ist pure Energie, Wachstum, Integration der weiblichen Zyklen, ein Ankommen, ein Abschied und Neubeginn. Auf dem Medizinpfad erklingt der Gesang der Frauen in unseren Herzen, wir erinnern und verbinden uns. Der Rhythmus der Trommeln, dieser Klang, lässt den Herzschlag von Mutter Erde in uns tief erklingen. Er schlägt immer im Gleichklang mit unseren Herzen, bis wir zurückkehren.

„Doch wisse, wenn Du ihn betrittst, wird am Ende nichts mehr sein, wie zuvor.“
Alexandra – RitualFrau

 

Dich zu erinnern, wer Du bist, wer Du warst, ist nicht leicht. Stellt Dich vor manch eine Herausforderung und niemals hat jemals jemand gesagt, dass es leicht wird. Doch wenn Du verstehst, dass Du diejenige bist, die es in der Hand hat, die von diesem Pfad alles bekommt, was es benötigt, um in Deine Kraft zu kommen, dann läufst Du leichter und ja sogar mit Vorfreude. Doch sei Dir bewusst, dass die Verantwortung in Deinen Händen liegt.

Du kannst den Medizinpfad langsam gehen oder durchrasen, was dann bleibt, hast Du so entschieden.

Ich selbst bin diesen Pfad unzählige Male, mal so mal so gegangen. Immer mit dem Blick auf den Ausgang. Das Endresultat war immer, dass ich von neuem beginnen durfte. Ich spreche hier noch nicht einmal von muss, ich durfte. Manches davon war schmerzhaft, manches humorvoll, doch immer tief. Die Erfahrung zeigt, dass der Pfad uns ruft. Wir beginnen ihn niemals einfach mal so. Och, ein wenig davon, dann davon und schwupps ist die Suppe bekömmlich, nein. Sich, sich selbst zu stellen, die Masken und Rollen genauer zu betrachten, tut weh, nervt, führt an die eigenen Grenzen, triggert, macht aufmerksam auf das was uns nicht gut tut. Du ahnst es, dann stehen Entscheidungen an. Es gibt auch hier kein Richtig oder Falsch. Letztendlich geht es darum, ob die Entscheidung, die gefallen ist und die Konsequenz die daraus entstehen, wahrhaftig angenommen werden.

Wenn wir in die Menschheitsgeschichte schauen, in die Kulturen, auch und besonders in unsere, gab es schon immer solche Pfade. Vor allem gibt es sie noch immer und es liegt an Dir, ob Du tief in Dir, den Ruf hörst und wirklich bereit bist. Wenn ja, dann sei willkommen, denn auf diesem Pfad laufen die meisten Frauen von uns, liefen unserer AhnInnen schon. Sie bewegen sich auf diesem Pfad mit Dir, mit mir. Wir brauchen gar nicht weit weg zu gehen, in anderen Kulturen zu suchen, wir haben es direkt in uns.

Von Frau zu Frau sei wild, frei, weiblich und erinnere Dich.
Alexandra – RitualFrau

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