Beltane stand vor der Tür, wir kennen es auch unter dem Begriff – Walpurgisnacht und Tanz in den Mai. Am 30.04.2022 traf sich eine Gruppe von Menschen, mitten in der Natur und zelebrierte diese Nacht im Kreis. Es war wundervoll.

Es gibt gefühlt über tausend verschiedene Geschichten rund um Beltane, um diese Nacht, den Bräuchen und Riten. Beltane ist ein vorchristliches Fest, ein Fest gemäß der Überlieferungen der Druiden, Hexen etc. Aber wer mag das schon heute noch so genau wissen? Denn natürlich hat die Kirche, wie so oft, versucht die alten Pfade und Spuren zu verwischen. Sie versucht es übrigens noch immer.

Das Wissen wurde über die Riten und Bräuche üblicherweise mündlich weitergegeben, daher macht auch jeder diese Nacht anders. Wichtig und so hatte ich es auch in unserem Kreis erwähnt, Beltane wird erst zu Vollmond wirklich gefeiert und das ist in diesem Jahr am 16.05.2022 um 06:14 Uhr. In unserer Kultur haben wir uns an den 30.04. auf den 01.05. eines Jahres eingependelt. In dieser Nacht wird auf dem Brocken getanz, der Tanz in den Mai zelebriert.

Für den 30.04. auf den 01.05.2022 hatten Manuela und ich uns auf das Ritual mit dem Feuer ausgerichtet, auf eine Waldmeditation und eine innere Reise für die Menschen die mit uns waren.

„Wir treiben den Winter aus und begüßen den Frühling. Wir feiern gemeinsam, wie zu alten Zeiten.“ Alexandra

Diese Nacht wurde sehr, sehr lange vor der Zeit der Kirche gefeiert und hat seine Wurzeln bei den Germanen und Kelten. Sie feierten damals schon mit Opfergaben, Feuer und eigens hergestellten Masken diese Nacht und vertrieben damit den Winter. Denn endlich kehrte das Licht, das Leben ins Land zurück.

Du ahnst es bestimmt, dann kam die Kirche …

Dieser Brauch war nur schwer aus dem Brauchtum der Germanen und Kelten zu lösen, so sprach die Kirche einfach eine Heiligsprechung aus und „gebar“ Walburga. Sie wurde um das Jahr 710 in Wessex geboren, wurde später eine Benediktinerin und Äbtissen des Klosters Heidenheim in Baden-Württemberg. Am 01.05. wurde sie heiliggesprochen, als Schutzpatronin vor Hexen und Zauberei benannt. Das Kirchengeläut in der Nacht zum 01.05. galt und gilt noch immer als Abwehr der Hexenumtriebe. Mehr brauche ich dazu sicherlich nicht zu sagen.

Wir haben in dieser Nacht die HochZeit der Natur, den Beginn der Sommerenergie, die Verbindung der Urgöttin mit dem Urgott gefeiert.

Andernorst vielleicht

Kreischen, schrilles Gelächter, fliegende Besen, Frauen und Männer die in die sogenannte Hexenkraft tief eintauchten, ob in passender Kleidung oder auch nackt. Denn in der Walpurgisnacht, so ist es den meisten von uns bekannt, fliegen die Hexen zum Himmel hoch hinauf und bringen magische Riten und Zaubersprüche – Gutes – oder Schlechtes mit.

Der Brocken soll der Wallfahrtsort der Hexen und Hexer sein. Heuer eher ein Konsumort.

Auf dem Brocken sollen sie sich eben in dieser Nacht gesammelt haben, es noch immer tun. Den Hintern des Teufels geküsst und es wild getrieben haben. In deiser Nacht haben sie sich mit dem Teufel vermählt, das Hexenmahl bekommen und so weiter und so weiter …

Der gute Goethe beteiligte sich auch an diesem Glauben in Faust

„Hörst Du Stimmen in der Höhe? In der Ferne? In der Nähe? Ja, den ganzen Berg entlang störmt ein wütender Zaubergesgang“.

Flugsalbe aus Mutterkorn, Misteln, Bilsenkraut etc. wurden Tage zuvor gebraut.

Was für eine Mähr …

Feiere diese Nacht, genau so wie es Dir gefällt. Ob in Gemeinschaft oder Alleine. Feiere einfach das Leben.

Und prüfe, wenn Du das willst, ob die sogenannten Überlieferungen wirklich wahr sind.

Ob Du an einer Walpurgisnacht teilnimmst, trotz der Wahrheit dieser heilig gesprochenen Frau.

Dann doch lieber das klassische Ritual – Tanz in den Mai.

Oder dann doch eher, das Feieren mit der Natur, mit den Zyklen, mit dem Wechsel vom Winter in den Frühling.

Denke daran, Beltane ist erst am 16.05.2022 um 06:15 Uhr, die ideale Zeit für ein Ritual.

Von Frau zu Frau sei wild, frei, weiblich und erinnere Dich.
Alexandra – RitualFrau

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